Greta
Das vom UBA betriebene Greta-Tool verteilt die jährlichen aggregierten Emissionsdaten aus dem Nationalen Inventarbericht (NIR) in ein räumlich gerastertes Datenprodukt. Dadurch entsteht ein a-priori-Datensatz mit einer Auflösung von 1 km × 1 km, der die Jahre 1990 bis zur NIR-Submission minus zwei abdeckt.
Nach Beschluss 24/CP.19 der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) sind alle Annex-I-Staaten verpflichtet, jährlich Nationale Inventarberichte (NIRs) zu erstellen und einzureichen. In Deutschland obliegt diese Aufgabe dem Umweltbundesamt (UBA) und dem Thünen-Institut (TI). Das Zentrale System Emissionen (ZSE) dient dabei als primäre Datenquelle für den NIR.
Da viele Anwendungen zuverlässige, räumlich aufgelöste Emissionsdatensätze erfordern, entwickelte das UBA das Gridding Emission Tool for ArcGIS (Greta). Greta verarbeitet die jährlichen nationalen Emissionsdaten zu Luftschadstoffen und Treibhausgasen aus dem ZSE, und integriert diese in räumlich explizite, gerasterte Datensätze. Diese Datensätze, die den Zeitraum von 1990 bis zum Jahr der NIR-Submission minus zwei abdecken, werden über den ITMS-Datenstrom bereitgestellt.
Die räumliche Verteilung der aggregierten Treibhausgasemissionen erfolgt mithilfe sektorspezifischer Verteilungsparameter, die jährlich aktualisiert werden. Die resultierenden gerasterten Emissionsdaten liegen mit einer Auflösung von 1 km × 1 km vor und können nach den Nomenklaturen NFR, GNFR und SNAP bereitgestellt werden. Die angewandten Berechnungsmethoden reichen von Tier 1 bis Tier 3, abhängig vom Sektor.
